Dienstag, 29. Dezember 2015

Von guten Vorsätzen...


Es ist zwischen den Jahren. Zeit, kurz innezuhalten. Die Zeit vor Weihnachten war mal wieder sehr stressig. Wir haben wie immer viel gearbeitet, aber auch viel Spass mit der Familie und Freunden gehabt. Die Zeit war knapp, deswegen war es beim Nordlicht im Schwarzwald so still. Aber heute habe ich Zeit. Da schreibe ich ein bisschen. Da habe ich meine Neujahrsvorsätze aus dem letzten Jahr hervorgeholt und ein bisschen darüber nachgedacht.  

Freitag, 4. Dezember 2015

1. Advent: Mama, backst Du Plätzchen? Nein, Süße, heute wird Beton gemischt!



Mama, backst Du Plätzchen? Nein, Süße, heute wird Beton gemischt. So geht es in unserer Küche zu: Man weiß nie, ob gebacken oder betoniert wird. Wir verwenden die gleiche Rührschüssel.

Sonntag, 15. November 2015

Die Martinsgans

Zu St. Martin geht es den Gänsen ja traditionsgemäß an den Kragen. So auch bei uns. Aurelia und ich unterzogen das Federvieh einer forensischen Untersuchung und leuchteten mit Taschenlampe die inneren Organe ab. Wir konnten feststellen, dass sie von einem Bauernhof am Niederrhein kam und Vegetarierin war. Den Täter konnten wir aber nicht zweifelsfrei überführen, vermutlich war es aber der Bischof St. Martin. Sein Tatmotiv: Er war so böse auf die Gänse, weil sie sein Versteck verraten hatten, dass er befohlen haben soll, sie zu braten. Merkt man, dass heute Sonntag ist und wir auf den Tatort warten?


Die Martinsgans wird bei uns fein gefüllt und klassisch aufgetischt mit Klößen und Rotkohl. Und natürlich schmeckt diese Gans nicht nur zu St Martin, sondern mit Apfel, Zimt und Sternanis auch besonders gut am 1. Weihnachtstag.

Sonntag, 8. November 2015

Ein sonniger Herbsttag, ein Mini-Schrecken zu Halloween und unser Rezept gegen den Herbstblues: Kürbisflammkuchen

Theodora und ich stürzten uns an diesem tollen sonnigen Herbsttag in die Gartenarbeit.
Sie fegte das Laub zusammen, um sich damit einen tollen großen Raschelhaufen zu bauen...


... und ich inspizierte unseren Grünkohl. Nächstes Wochenende haben wir unser großes Nachbarschafts-Grünkohlessen, an dem wir den zweiten Tiengener Kohlkönig küren wollen. Für unsere kleinen Pflänzchen sehe ich aber noch schwarz. Bis dahin muss ich ihnen gut zureden. Vielleicht hilft aber auch eine kleine Drohung: „Wenn ihr nicht schneller wachst, kaufe ich halt den Kohl. Der schmeckt bestimmt viel besser!“

Donnerstag, 29. Oktober 2015

In Kreuzberg isst man Königsberger Klopse

Am Wochenende war ich bei meiner Freundin Maren zu Besuch in Berlin. Als ich in die Küche kam, duftete es nach etwas, dass ich seit meiner Kindheit nicht mehr gegessen hatte: Königsberger Klopse.
Meine Oma machte sie immer für meinen Opa, der aus Ostpreußen stammte. Als Kind hasste ich die Tage, an denen es Königsberger Klopse gab. Das lag wohl daran, dass meine Oma keine Sahne mag und so war die Sauce immer unwahrscheinlich sauer. Und Kapern isst man als Kind ja auch nicht besonders gerne. Aber so schmecken mir heute die Königsberger Klopse besonders gut:

Königsberger Klopse, Leben in Kreuzberg, Freunde fürs Leben

Für die Klopse:
1 Brötchen vom Vortag, 200 ml Milch
500g Kalbsgehacktes, 3 zerkleinerte Sardellen, 1 Zwiebel, 1 Ei, Salz und Pfeffer, Paprikapulver, 1 Esslöffel Senf
Das Brötchen in Milch einweichen und ausdrücken. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Das Hack in eine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und einem Esslöffel Senf würzen. Das Brötchen, Ei, Zwiebel und Sardellen zu der Hackmasse geben. Alles gut miteinander verkneten.
Mit feuchten Händen die Hackmasse zu gleich großen Klöpsen formen.

Samstag, 24. Oktober 2015

Wer hat den dicksten Kürbis? Die Höchenschwander Strohskulpturen und eine Kürbissuppe




Alle zwei Jahre findet der Höchenschwander Strohpuppenwettbewerb statt. Letztes Wochenende haben wir diese Kunstwerke bestaunt. Und was meint ihr, wer der diesjährige Gewinner war?

Sonntag, 11. Oktober 2015

Lecker! Mein erstes FoodBloggerCamp

 - Berlin 2015-

Kerze an, ein Gläschen Wein aus der Goodybag eingeschenkt, sitze ich im Wohnzimmer meiner Freundin Maren und lasse das FoodBloggerCamp 2015 in Berlin Revue passieren: Obwohl ich nur einen Tag teilgenommen habe, hat es mich doch erschlagen. Aber im positiven Sinne: So viele kreative Köche und Bäcker werkelten zusammen im Kochatelier: gemeinsames Kochen, Austausch darüber, toll.

An die „Essbaren Wildpflanzen“ hat sich Peggy Schatz herangemacht. Probiert haben wir eingelegte Nachtkerzenblüten, Kornelkirschenlikör und Tee aus Kanadischer Goldrute. Jetzt habe ich noch mehr Lust, unser Essen draußen zu sammeln. Sehr zum Leidwesen meiner Familie und Essensgäste: „Bäh, ich esse keine Blumen“ oder „Falk, kannst Du schon mal in den Garten gehen und Löwenzahn pflücken? Es gibt gleich Salat.“


Montag, 5. Oktober 2015

Vom Mehl geküsst: Waldfrucht-Weiße Schokolade-Muffins

Wow, was für ein langer Name. Die Beerenzeit ist leider vorbei, so ganz will ich mich damit noch nicht abfinden, deswegen gibt es Muffins mit tiefgefrorenen Waldbeeren und weißer Schokolade. Waldbeeren und Schokolade geht ja immer, aber mit weißer Schoko: Himmlisch!


Das braucht ihr:
350g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz
125g Zucker, 2 Eier, 125g weiche Butter, 125ml lauwarme Milch
200g tiefgefrorene Waldfrüchte, 100g weiße Schokolade

So geht’s:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Waldfrüchte auftauen und abtropfen lassen, Schokolade hacken, Butter in einem Topf vorsichtig schmelzen lassen.

Montag, 28. September 2015

Basteln im Herbst: Wir bemalen Blätter



Es wird herbstlich in unserem Haus: Wir haben Blätter gesammelt, gepresst und getrocknet, dann einfach weiß bemalt. Mit Malerkrepp an das Küchenfenster geklebt und die Laternen aus dem Kindergarten dazu gehängt.


Auch der Esstisch hat etwas Herbstschmuck bekommen. Maiskolben liegen auf dem Zuckertablett und die letzten Schnittblumen des Sommers stehen in der Vase. Die Bohnen sind aufgefädelt und trocknen am Fenster. Daraus wird am ersten so richtig stürmischen Tag ein typisch friesisches Gericht gekocht: Updrögt Bohnen


Die Poster, die ihr im Hintergrund seht, sind aus dem Salvador Dali Museum in Figueres, das wir in unserem Sommerurlaub besichtigt haben. Leider wollten die kleinen Poster in keinen Standardrahmen passen. Da sie nur 3Euro50 gekostet haben, wollte ich sie nicht extra rahmen lassen. Den Rahmen habe ich dann einfach aus Draht gebogen.


Den Kerzenständer aus Beton haben Aurelia und ich im letzten Sommer betoniert, als ich mit ihr für ein Bauprojekt ein kleines Muster in unserer Küche gegossen habe und noch ein bisschen Beton übrig war.


Einen bunten Herbst wünscht Euch Jasmin

Sonntag, 20. September 2015

Pfirsichernte: Bellini, BBQ-Sauce und Pfirsichmarmelade


Gestern sind wir aus unserem Sommerurlaub von der Costa Brava wiedergekommen und im Supermarkt entdeckte ich die ersten Zimtsterne. Das nenne ich Timing. Aber zunächst ist Herbst. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal von unserem Pfirsichbaum geerntet, nun ist es wieder soweit. Ist denn schon wieder ein Jahr um? Zwei Jahre wohnen wir also schon hier im Schwarzwald. Unglaublich, wie die Zeit verflogen ist.

Die Pfirsiche waren sehr reif, waren teilweise schon vom Baum gefallen. Da konnte ich keinen leckeren Pfirsich-Quarkkuchen (Klick hier) backen wie letztes Jahr. Stattdessen wurde eingekocht: Pfirsichmarmelade und BBQ-Sauce. BBQ-Sauce? Ich bin ein Jahr zur High School in Liberal Kansas gegangen und meine Gastmutter Mary war Hauswirtschaftslehrerin. Zum Abschied gab sie mir ein Kochbuch mit ihren Familienrezepten. So gibt es bei uns auch immer wieder amerikanische Küche. Hier die Schwarzwald-Variante der BBQ-Sauce. 

Black Forest BBQ-Sauce

 



Das braucht ihr:
500ml passierte Tomaten, 150ml Tomatenketchup, Saft von 3 Zitronen, 1 Becher Pfirsichpüree, 75ml Rotweinessig, 75ml Worcestersauce, 75ml Sojasauce, 5 Esslöffel Olivenöl
½ Becher brauner Zucker, 5 Pimentkörner, 2 rote Chilis in Streifen geschnitten, 5 grosse Blätter Basilikum gehackt, 1 Teelöffel Oregano, 3cm Ingwer gerieben, schwarzer Pfeffer
2 Spritzer Raucharoma, 2 Esslöffel Whisky (eigentlich Bourbon, aber ich hatte nur Scotch)
So geht's:
Alle Zutaten bis auf den Bourbon in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann bei schwacher Hitze ca. eine Stunde köcheln lassen. Den Bourbon unterrühren und die Sauce auskühlen lassen. In Flaschen abfüllen und mindestens drei Tage ziehen lassen.

 

Pfirsichmarmelade

 


Die Pfirsichmarmelade habe ich genauso wie die Brombeermarmealde mit dem 2plus1 Gelierzucker hergestellt: Klick hier


Bellini

 


Nicht vergessen: Etwas vom Pfirsichpüree abnehmen und nach getaner Arbeit sich einen Bellini gönnen. Prost!
Eure Jasmin

Montag, 7. September 2015

Nachtgeschichten: Der Alptraum vom Krokodil

Aurelia wachte nachts auf, weil sie schlecht geträumt hatte. Ein Krokodil wollte sie fressen. Ich setzte mich auf ihre Bettkante und nahm sie in den Arm. Fast war alles wieder gut, dann kam die Mama-K.O.-Frage:

„Mama, Krokodile fressen doch keine Menschen, oder?“

„Ähhh…“

Was tun? Das Kind ist schweissgebadet, weint und ich muss ihre Frage auch noch mit „Ja“ beantworten, die arme Maus. Was tut ihr dann? Flunkert ihr, damit Eure Kinder gut schlafen oder erzählt ihr die Wahrheit? Ich habe Aurelia die Wahrheit erzählt. Ihr erzählt, dass Krokodile durchaus Menschen fressen können, dass es bei uns aber keine Krokodile gibt. Sicherheitshalber sperrte ich ihr Stoffkrokodil in den Schrank.


Das Krokodil machte schon Aurelias philippinischer Nanny in Abu Dhabi Angst. Sie wunderte sich, was die Europäer nur immer mit den Krokodilen hätten, ob im Kinderzimmer als Kuscheltier oder aufblasbar am Strand. Krokodile wären einfach nicht niedlich!!!

Schöne Träume wünschen Aurelia, Jasmin und das Krokodil!

Montag, 24. August 2015

Die Arme zerkratzt, die Kleider zerrissen, die Finger blau gefärbt: Es gibt Brombeermarmelade


Beim Brombeerpflücken fühlte ich mich wie in Aurelias Märchenwelt, nur das keine armen Prinzen in der Dornenhecke hängenblieben, sondern die Mama.
Von meiner Ernte habe ich wieder Marmelade gekocht, weil ich immer noch so begeistert bin, wieviel fruchtiger selbstgemachte Marmelade schmeckt als gekaufte.


Brombeermarmelade

Für 4 Gläser „Dornröschens Brombeertraum“ braucht ihr:
1kg Brombeeren, 1kg Gelierzucker 2plus1, 1 Zitrone
Zitrone auspressen, Brombeeren waschen. Brombeeren pürieren und mit Gelierzucker und Zitronensaft verrühren. Brombeerpüree in einen großen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Ab dann noch 4 Minuten kochen lassen. Schraubverschlussgläser heiß ausspülen, die heiße Marmelade einfüllen und sofort verschließen.

Als ich die Marmeladen hübsch verpacken wollte, merkte ich, dass ich keine Gummibänder mehr hatte. Hat jemand von euch schon einmal Gummibänder gekauft? Man kauft sie nie und doch gehen sie nie aus, das große Gummibänderrätsel. Eigentlich. Bis jetzt.


Frohes Einmachen,
Eure Jasmin